Design Thinking ist…

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(zusammengestellt von unserem Design Thinking-Coach Sebastian Becker)

Design Thinking ist…

… eine strukturierte Denkweise, die sich zum Ziel gesetzt hat, Lösungen im Team aus der Nutzerperspektive heraus zu entwickeln. Es wird somit nicht erst eine Idee entwickelt und dafür Nutzer gesucht, sondern man begibt sich auf die Suche nach betroffenen Nutzern, um sie besser zu verstehen, und dann erst eine passende Lösung für ihr Problem zu entwickeln. Also Nutzerzentriert anstatt Produktzentriert.

Seinen Ursprung hat die Denkweise übrigens an der Universität in Stanford (USA) wo bis heute Studierende in vielfältigen Teams u.a. von Mitgliedern der Innovationsagentur IDEO in die Denkweise eingeführt und begleitet werden. Von dort wird es mittlerweile in die ganze Welt verbreitet und an vielen Orten (wie der „design school“ am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam) weiterentwickelt.

In sechs Prozess-Schritten zum Prototypen

Mit der Zeit haben sich 6 Prozessschritte etabliert durch die iterativ, also nacheinander, gegangen wird. Ein weiteres Detail ist hierbei die Möglichkeit Schritte zu wiederholen was den rekursiven Charakter der Methode ausmacht. Ist die Gruppe mit dem Resultat eines Schrittes nicht zufrieden, kann ein Schritt zurückgesprungen werden, um diesen dann erneut durchzuschreiten, in der Absicht neue Erkenntnisse mit zu berücksichtigen. Wichtig ist auch das Timeboxing, also die Einhaltung der angekündigten Zeit für jeden Schritt. Facilitators, also Coaches für jede Gruppe, unterstützen die Gruppen bei der Durchführung der sechs Design Thinking Schritte:

  1. Das Problem verstehen:
    Hier ist das Ziel die richtige Fragestellung zu finden um die Herausforderung dabei für die Gruppe zu schärfen.
  2. Beobachten:
    Nun wird das Forschungsfeld untersucht um Beobachtungen machen zu können. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen für die weiteren Schritte.
  3. Sichtweisen definieren (Point-of-View):
    Es steht nun ein gemeinsam definierter Nutzer (Persona) im Mittelpunkt um den herum Bedürfnisse festgestellt werden, die als Kristallisationskeim für die inspirierende Brainstorming-Frage („How might we …?“) dienen.
  4. Ideenfindung:
    In diesem Schritt kommt das bekannte Brainstorming zum Einsatz. Im Kontext zur von der Gruppe selbst entwickelten Herausforderung (Challenge) werden bestimmte Regeln zur Optimierung berücksichtigt (siehe dazu die Anführungen weiter unten).
  5. Prototypen-Bau:
    Zum Zwecke des anschaulichen Vorgehens wird im Design Thinking die Idee mit Bastelmaterial oder per Rollenspiel den anderen Gruppen verdeutlicht. So wird es lebendig und kann bewertet werden. Feedback der anderen Gruppen ist dabei eine wichtige Zutat um die Weiterentwicklung der Idee zu fördern.
  6. Testen:
    Die Ergebnisse (also das Produkt) werden immer weiter bis zur Zufriedenheit aller verfeinert.

Kreativitäts-Regeln

Wie oben erwähnt kommt auch die Kreativmethode Brainstorming zum Zuge. Diese wird zur Eröffnung des Lösungsraumes im Design Thinking genutzt, jedoch unter Anwendung spezifischer Regeln:

  • Stelle Kritik zurück!
  • Generiere viele Ideen!
  • Bau auf den Ideen anderer auf und mache mehr draus!
  • Bildhaft darstellen!
  • Ermutige wilde Ideen!
  • Bleib beim Thema!
  • Denk nutzerzentriert!
  • Habe Spaß dabei!
  • Nur einer spricht (also schenke dieser Person deine ungeteilte Aufmerksamkeit, sonst verpasst du was)!