Impulsvorträge

Göttin des Glücks – Nachhaltige Textilien & Gemeinwohl-Ökonomie

Lisa Muhr – Geschäftsführerin des Unternehmens Göttin des Glücks

Lisa Muhr ist ausgebildete Architektin und spezialisierte sich schon während ihres Studiums auf die Realisierung von Kunstprojekten und Produktideen über Prototypen bis zu Serienreifen. 2004 machte sie sich als Produktdesignerin mit ihrem eigenen Label selbstständig, 2005 gründete sie mit 3 KollegInnen das Modelabel „Göttin des Glücks“, Österreichs erstes ökofaires Modelabel, das ausschließlich Fairtrade zertifizierte Biobaumwolle verarbeitet und in der gesamten Produktionskette den Kriterien nach Fairtrade und GOTS entspricht. Seit 2010 ist Lisa ehrenamtlich als Vorstandsmitglied und Botschafterin in der Bewegung der Gemeinwohl Ökonomie tätig und hat mit Göttin des Glücks bereits drei Gemeinwohl Bilanzen erstellt. Darüberhinaus ist Lisa Lehrgangsleiterin für Green Economy an der FH Wieselburg.

Rulebreaker – die Wirksamkeit des Regelbruchs

Gunnar Spellmeyer – Professor für Industrie Design

Rulebreaker – die Wirksamkeit des Regelbruchs
Die zur Zeit allseits verbreitete Mäßigung führt auch zu einer gewissen Innovationsträgheit. Mit Scammper und anderen kreativen Methoden gelingt es aber Neues zu denken und auch mal abseits erlaubter Wege zu denken.

Gunnar Spellmeyer ist Professor für Industrial Design Entwurf an der Hochschule Hannover (HsH). Zusammen mit seinen Kollegen hat er den Studiengang Produktdesign zum führenden Designstudienort aufgebaut. Er leitet das Entrepreneurshipcenter der HsH ›Nexster‹, welches sich um kreative und nachhaltige Gründungen kümmert. Als Designer entwickelte Spellmeyer Kekse und Geldautomaten, Verpackungen und Haushaltsartikel, darunter das erste recyclete und rezyklierbare Kunststoffprodukt in Deutschland.

Muss es immer Hightech sein? Frugal Innovation als Inspiration für smarte Produkte

Jens Hansen – Zukunftsforscher

Smart wird bei uns intuitiv mit Hightech gleichgesetzt. Doch gibt es auch andere Wege intelligente Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden? Inspiriert von Produktinnovatoren aus Indien und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern, findet die Frugal Innovation Bewegung immer mehr Anhänger. Hier werden mit begrenzten Ressourcen sehr spannende Lösungen entwickelt. Was können unsere Städte davon lernen?

Muss es immer die technologisch aufwändigste Lösung sein? Auch bei uns stehen in Städten und Gemeinden immer knapper werdende Ressourcen zur Verfügung. In Indien hat man aus diesen knappen Ressourcen eine Tugend gemacht und nennt diesen Weg Frugal Innovation. Von Autos über Häuserbeleuchtung bis hin zu medizinischer Versorgung wird alles hinterfragt und nach sehr einfachen aber effektiven Lösungen gesucht. Was ist der wirkliche Kundennutzen? Wie kann der Fortschritt einer möglichst großen Bevölkerungsgruppe in kurzer Zeit zur Verfügung gestellt werden? Der Vortrag stellt eine Vielzahl von innovativen Produkten vor, die auf dem Mindset von Frugal Innovation basieren. Was können wir aus anderen Ländern lernen, die mit weniger Ressourcen auskommen müssen?

Prototyping  – Erfahrungsberichte, Methoden & Arten

Olga Graf – better today, Agentur für Innovation & neue Arbeit

Im Design Thinking, und allgemein in der Entwicklung von Produkten, Räumen oder Dienstleistungen, seien diese digital oder analog, sind Prototypen unentbehrlich. Sie kommunizieren eine Idee und machen diese für den Nutzer erfahrbar. Prototypen im frühen Stadium ersparen nicht nur Kosten, sondern erlauben uns Lösungen durch Iteration für unseren Nutzer maßzuschneidern.

Olga Graf arbeitet für better today – Agentur für Innovation und neue Arbeit – als Innovationscoachin und Projektentwicklerin in Berlin. Die Produktdesignern hat sich schon im Studium auf gesellschaftsrelevante Themen wie Nahrungssicherheit, erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung spezialisiert. Heute betreut sie Projekte bei der GIZ und der Raps-Stiftung oder leitet Langezeitprojekte an der HTW-Berlin im Bereich Universal Design und Design for Social Impact.