Portfolio

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Hans Mönninghoff – Ein Nachhaltigkeits-Lebenslauf

Bis 1977

Bis 1974 Studium an der Gesamthochschule Siegen, Schwerpunkt Wasserwirtschaft und danach Hafenplanung in Hamburg

 

Ab 1977

Anti-Atom-Engagement während eines Aufbaustudium mit Schwerpunkt Landespflege in Hannover; unter anderem:

  • Mit-Organisator einer Initiative „Naturwissenschaftler gegen Atomanlagen“
  • Organisation von und Referent bei mehr als 10 Bildungsurlauben „Es geht auch anders“ zu Energieeinsparung und alternative Energiequellen
  • Mit-Organisator der Abschlussveranstaltung des „Gorleben-Trecks“ (am 31.03.1979 ca. 100.000 Menschen in Hannover)
  • Organisator des „Informationszentrums Kritische Wissenschaft“ beim im Jahr 1979 von der Nds. Landesregierung durchgeführten „Gorleben-Hearing“
  • Mit-Organisator einer Projektwoche mit Ausstellung „Sanfte Energie – menschlicher leben“ im Raschplatzpavillon Hannover im Oktober 1979

 

1979-1986

selbstständiger beratender Ingenieur; Schwerpunkte nachhaltige Wasserwirtschaft und regenerative Energie; Eine Auswahl von besonders interessanten Projekten:

  • 1979: Gutachten zu Entwicklungsmöglichkeiten des Würmsees bei Hannover
  • 1980: Beteiligung an einer ersten größeren Sonnenkollektoranlage auf einem Tagungshaus in Bielefeld (im Rahmen eines Bildungs-Workshops erstellt); im Rahmen des Energie- und Umweltzentrums (s.u.) anschließend weitere Planungsaufträge, Selbstbaukurse und (über eine GmbH) Vertrieb von Solaranlagen-Komponenten
  • 1981: Bau einer Pflanzenkläranlage in Drochtersen bei Hamburg (voraussichtlich die erste größere Praxisanlage außerhalb von Forschungsprojekten); anschließend Planungsaufträge mehrerer weiterer Anlagen)
  • 1982: Bau eine der ersten landwirtschaftlichen Biogasanlagen in Norddeutschland (60 Großvieheinheiten) durch eine Projektgruppe, nach außen vertreten durch das Ingenieurbüro Mönninghoff
  • 1985: Gutachtertätigkeit zum ökologischen Abwasserkonzept bei der Bebauung Hamburg-Allermöhe
  • 1986: Gutachtertätigkeit bei einem integriertes Wasserkonzept mit Pflanzenkläranlage“ in Berlin-Kreuzberg im Rahmen der internationalen Bauausstellung

 

1981 -1986

zusätzlich einer der Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums am Deister, eine selbstverwaltete Forschungs- und Bildungsstätte, u.a. mit:

  • einem Tagungshausbetrieb mit jährlich ca. 50 Seminaren zu Umweltthemen und ca. 1.000 TeilnehmerInnen
  • einem Wasserlabor
  • der Betreuung einer großen Wanderausstellung „Es geht auch anders – eine Wanderausstellung über Energiealternativen“, die in den 5 Jahren an 30 Orten von über 250.000 Menschen besucht wurde

1986 hatte das Zentrum 12 hauptamtliche und 15 nebenamtliche MitarbeiterInnen

 

1986-1989

Mitglied des niedersächsischen Landtages;

umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
seit 1989

Umweltdezernent der Landeshauptstadt Hannover; zuständig für alle Umweltthemen einer Kommune (Grünflächen, Energie, Abwasser, Abfall, usw.);

Umfangreiches Engagement in Sachen Energie:

  • 1992 eines der ersten Klimaschutzprogramme in deutschen Städten;
  • 1994 eine kommunale Klimaschutzleitstelle,
  • 1999 ein mit einem jährlich mit 5,0 Mio. € bestückter Klimafonds
  • 1999 Bau der weltweit vorbildlichen Kronsberg-Siedlung (3.000 Wohneinheiten)
  • 2001 eine regionale Klimaschutzagentur;
  • 2007/2010 jeweils Platz 5 beim Wettbewerb „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“
  • 2008 ein einstimmig im Rat beschlossenes und von allen wesentlichen Firmen und Organisationen in der Stadt getragenes Klimaschutzaktionsprogramm „Klimaallianz Hannover 2020“
  • 2012 Europaweit größte Null-Energie-Einfamilienhaussiedlung mit 340 Wohneinheiten
  • 2013 Ratsbeschluss mit Selbstverpflichtung, bis 2050 ein klimaneutrales Hannover zu erreichen

…. und im Grünflächen- und Naturschutz:

Engagement bei der Aufwertung Hannovers als Stadt mit besonders hoher Grünqualität („Stadt als Garten“) mit einer Reihe sehr langfristig wirkender Programme (hier nur eine Auswahl):

  • das Gewässerrenaturierungsprogramm,
  • das Maßnahmenprogramm zur Aufwertung der Landschaftsräume,
  • die Ausweisung umfangreicher Landschaftsschutzgebiete in der Stadt,
  • als erste deutsche Großstadt 1994 ein eigenes Landwirtschaftsprogramm,
  • seit 1989 ca. 12.000 zusätzliche Straßenbäume,
  • ein Artenschutzprogramm („Natur in der Stadt“)

All dies zusammen hat dazu geführt, dass Hannover 2011 „Bundesshauptstadt im Naturschutz“ wurde.

…….und im Abfall-, Wasser-, und und Abwasserbereich

  • Ein systematisches Altlasten-Erkundungsprogramm; die notwendigen Sicherungen und (die finanzierbaren) Sanierungsmaßnahmen sind weitgehend abgeschlossen.
  • Der Ausbau der Kläranlagen nach dem Stand der Technik ist abgeschlossen und ein systematisches Kanalnetzsanierungsprogramm läuft; im Benchmark der deutschen Großstädte in der Spitzengruppe der Abwasserreinigungswerte – trotz der erheblichen Investitionen durch Umwandlung der Stadtentwässerung in einen Eigenbetrieb und umfangreiche Rationalisierungsmaßnahmen in der Gruppe der Städte mit der niedrigsten Abwassergebühr.
  • 1987/88 Herausgeber von Fachbüchern zur naturnahen Abwasserreinigung und zur naturnahen Abwasserreinigung
  • 1996/1999 bei der Kronsberg-Bebauung ein weltweit beachtetes Regenwasser- und Hochwasserschutzkonzept (nach der Bebauung fließt nicht mehr Wasser aus dem Gebiet ab als vorher)
  • Durch Vermeidungs- und Recyclingmaßnahmen Reduzierung der auf der hannoverschen Zentraldeponie angelieferten Abfall- und Bodenmengen von ca. 1,0 Mio. Tonnen in 1989 auf 230.000 Tonnen im Jahr 2002. Für diese Restmenge ein ökologisch vorbildliches Behandlungskonzept bestehend aus einer Kombination von Vergärung und Verbrennung.

 

seit 2005

zusätzlich Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt und damit europaweit der erste Dezernent in einer Großstadt, bei dem sowohl Ökologie als auch Ökonomie angesiedelt sind; Initiierung einer Reihe von Programmen im Bereich Nachhaltigkeit (Stärkung der lokalen Ökonomie, ökologische Gebäudesanierung, ökologische Kriterien bei der Vergabe städtischer Flächen, Existenzgründungsunterstützung, usw.)

Und außerdem:

  • 1984 Vorstandsmitglied im Verein „Minimal- und Nullenergiehäuser e.V.“, der 1988 eines der ersten Null-Energie-Versuchshäuser in Deutschland gebaut hat
  • 1987 – Preisträger (5.000 DM Preisgeld) im Wettbewerb „Ökologische Wasserkonzepte“ der IKEA-Stiftung
  • 1986-1993 Lehraufträge an der Gesamthochschule Kassel und der Hochschule Lüneburg
  • 1992 Gründungsmitglied der Organisation International Council for Local Environmental Initiatives (ICLEI)
  • 1994 Beitritt zur Aalborg-Charta für nachhaltige Städte und Schaffung eines der ersten Agenda-Büros in einer deutschen Stadt
  • 1995 Organisation einer der ersten deutschen Betreibergemeinschaften von zwei Windkraftanlagen (ca. 90 Gesellschafter)
  • 2002 Gewinner des „Global Star“ des Europäischen Klimabündnisses

Zusätzlich:

  • Jury-Mitglied in einer Reihe von städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerben, um dort nachhaltige Konzepte zu unterstützen
  • ca. 60 Veröffentlichungen

31.07.2013

Pensionierung; seitdem ehrenamtlich:

  • Koordination eines Projektes „Wasser für Kibakwe“, mit dem 10.000 Menschen in Tansania genügend Trinkwasser bekommen sollen
    (siehe auch www.kibakwe-schoepft-hoffnung.de)
  • Ab Anfang 2015 Koordinierung einer Windkraft-Genossenschaft, die am Deisterrand bei Eldagsen einen Bürgerwindpark bauen will

 

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