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Dr. Sacha Kagan – Ökologische Künstler als soziale Innovatoren

Mein aktuelles Projekt zum Thema Nachhaltigkeit ist…

Ich bin mit Nachhaltigkeit sowohl als Wissenschaftler an der Universität als auch als Koordinator innerhalb des deutschen und internationalen Netzwerks „Cultura 21“verbunden:

Als Forscher der Kultur- und Sozialwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg (und als Vorsitzender des Forschungsnetzwerks „Sociology of the Arts“ der European Sociological Association), arbeite ich seit mehr als 10 Jahren an den Beziehungen zwischen Kunst als sozialem Phänomen einerseits und Nachhaltigkeit als  Forschungsprozess andererseits.

Insbesondere untersuche ich  die Arbeit der“ökologischen Künstler“.

(Beispielsweise lud ich mit dem Hannoverschen Kulturbüro am 1. März 2015 die aus New York stammende „ökologische Künstlerin“ Lilian Ball für einen Workshop ins Künstlerhaus ein.)

Seit 2015 bin ich außerdem einer der Koordinatoren des Forschungsprojektes “Stadt als Möglichkeitsraum”, welches untersucht, wie in Hannover der Austausch zwischen Künstlern und kulturellen Akteuren, der Zivilgesellschaft, Bürgerbewegungen, grassroots movements und Entrepreneuren sowie den städtischen politischen Entscheidungsträgern und Verwaltungen letztendlich kreative Prozesse und Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung  initiiert.

Innerhalb des SaM Projekts leite ich das Forschungsgebiet „Kreative und künstlerische Praxis für eine nachhaltige Stadtentwicklung“.

Bei Cultura21 sind wir in der internationalen Förderung der kulturellen Dimensionen von Nachhaltigkeit involviert. In Deutschland veröffentlichen wir im Internet und unterstützen aufkommende Initiativen und Projekte wie die „Klimapiraten“ und den „Tag des guten Lebens“ (TdgL, in Köln: siehe www.tagdesgutenlebens.de).

Außerdem unterstützen wir den Austausch: Beispielsweise brachte Cultura21 bei der Ausgabe des KdW-Fest 2015 Koordinatoren vom TdgL (Köln), Gängeviertel (Hamburg), Cultura 21 Nordic (Kopenhagen) und von Hannovers „autofreiem Sonntag“ (d.h. das städtische Agenda 21 office) zusammen, um die kulturell-empirischen Qualitäten ihrer Projekte miteinander zu vergleichen.

Dafür wünsche ich mir…

Wenn ich an Städte wie Hannover denke, wünsche ich mir, dass die Ausbildung von Künstlern und kulturellen Akteuren mehr Einbeziehung der transdisziplinären Felder der Nachhaltigkeit beinhaltet. Ich wünsche mir, dass Kulturpolitik (welche in Hannover mehr Bewusstsein für die Bedeutung der kulturellen Dimension der Nachhaltigkeit entwickelt hat als in anderen Städten) tieferes Engagement für Nachhaltigkeit mit ehrgeizigeren Programmen –entwickelt. Außerdem wünsche ich mir, dass bereits existierende Projekte und Initiativen mit künstlerischen und kunst-verwandten Elementen sich weiter verbessern und entwickeln können, sodass es Künstlern erlaubt wird, noch komplexere, kritische und transformative Beiträge zu sozialen Innovationen in der Stadtentwicklung zu entwicklen und somit andere breitere soziale Gemeinschaften zu erreichen.

Meine nächsten Schritte dabei sind…

Zusammen mit meinen Kollegen werden wir unser Forschungsprojekt SaM durch einen zunehmenden Austausch mit verschiedenen Akteuren in Hannover bis zum Januar 2018 weiterentwickeln. Unter anderem beabsichtige ich im Jahr 2016 weiterhin Künstler und Initiativen in Hannover zu untersuchen und zu erforschen, inwiefern einige Erkenntnisse aus anderen Städten in Hannover relevant sein können und ich beabsichtige, meine Studenten von der Leuphana, in künstlerische Forschungsansätze in Hannover mit einzubeziehen.

Kontaktdaten:

Dr. Sacha Kagan

Leuphana Universität Lüneburg

Forschungsprojekt „Stadt als Möglichkeitsraum“

http://www.leuphana.de/sacha-kagan.html

http://www.leuphana.de/stadt-als-moeglichkeitsraum.html